Eine Grenze ist kein Nein zu deinem Kind
Du grenzt nicht dein Kind aus. Du grenzt ein, was gerade geht.
Die Szene
Dein Kind will, dass du noch einmal vorliest. Du willst eigentlich nicht mehr. Du liest trotzdem, weil ein Nein sich anfühlt, als würdest du ihm etwas wegnehmen.
Was da passiert
Viele Mütter erleben jedes Nein als kleine Zurückweisung, die sie aussprechen müssen. Dabei richtet sich eine Grenze nicht gegen das Kind, sondern beschreibt, wo deine Kraft heute endet. Kinder vertragen diese Information gut. Was sie schlecht vertragen, ist ein Ja, das innerlich ein Nein ist, denn das spüren sie sofort.
Was du tust
Sag, was noch geht, statt nur, was nicht mehr geht. Damit bleibt die Zuwendung erhalten und die Grenze steht trotzdem.
Sätze, die helfen können
- „Eine Geschichte lese ich noch. Danach ist Schluss für heute.“
- „Ich bin müde. Ich bleibe noch fünf Minuten bei dir sitzen.“


