Erkenne, was gerade passiert
Der erste Schritt ist nicht handeln. Der erste Schritt ist verstehen, was gerade passiert.
Wenn dein Kind schreit, tobt oder sich auf den Boden wirft, fühlt sich das für viele Eltern wie ein Konflikt zwischen euch an. Der Impuls ist dann oft: schneller reagieren, stärker argumentieren, konsequenter durchgreifen.
Doch ein Wutanfall ist selten ein normaler Konflikt. In vielen Fällen ist das Nervensystem deines Kindes gerade überfordert. Vielleicht war der Tag lang. Vielleicht gab es viele Reize. Vielleicht ist dein Kind müde, hungrig oder frustriert.
Der Wutanfall ist dann kein Versuch, dich zu provozieren. Er ist ein Zeichen dafür, dass dein Kind gerade nicht mehr weiß, wie es mit diesem Stress umgehen soll.
Wenn du das erkennst, verändert sich deine Haltung. Du musst nicht mehr gegen dein Kind kämpfen. Du kannst beginnen, die Situation zu begleiten.


